Gabimeisner

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barfen - ist keine Modeerscheinung

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Eintrag vom 16.11.2011

ihr habt euch sicher alle schon einmal die Frage gestellt, ob Trocken- oder Naßfutter das Bessere ist. Ihr habt es sicher auch getestet, wie euer Hund darauf reagiert und dann das gewählt, welches ihm am besten geschmeckt hat. Nun, genauso bin auch ich vorgegangen. Dass es Qualitätsunterschiede gibt war mir bekannt, auch dass teuer nicht gleich gut bedeutet. Nun ja, ich ging davon aus, es schmeckt meinem Hund, also muss es gut sein. es war ein Trockenfutter. Wasser war immer reichlich vorhanden und wurde auch von Marley reichlich getrunken, denn Trockenfutter benötigt ja zum quellen reichlich Wasser. Regelmäßige Spaziergänge gehören ja auch zum glücklichen Hunde- und Menschenleben, also gingen wir spazieren, nein nicht 3 oder 4x täglich...es wurden bis zu 6x täglich, und nicht, weil mein Hund Langeweile hatte, sondern, weil er musste, und das sehr dringend. Bis zu 6x täglich Kot absetzen und das in nicht geringen Mengen. Ich sagte nur "Respekt" für diese Darmtätigkeit, aber es erschien mir verdammt unnormal.
Wie schön, dass es Internet gibt, und ich begab mich auf Suche nach den Ursachen für den vermehrten Kotabsatz, natürlich bin ich schnell fündig geworden und stolperte über den Begriff "Barf". Noch nie hatte ich davon gehört. Hmmm, dachte ich, wieder so ein Trend aus Amerika..... Aber ich las mich sehr genau durch alle Themenbereiche und es erschien mir immer schlüssiger und ich fand die Themen sehr überzeugend. Was kann an natürlicher Nahrung schlecht sein? Mein Ergebnis war: Nichts kann daran schlecht sein. Und so entschloss ich mich dazu es zu testen.
Ich war schon irritiert, was das Sortiment da so im Angebot hatte, denn aus vergangenen Zeiten, wusste ich ein Hund darf keine Geflügelknochen, oder Knochen machen Verstopfung. Und nun soll ich Knochen füttern? Putenhälse, Eintagsküken, Kaninchenpfoten mit Fell..... oh oh oh, das kann doch nicht gut sein
Oh doch, es kann nicht nur gut sein, es ist gut, auch wenn es auf den ersten Blick befremdlich wirkt. Unsere Hunde haben noch zu 98% denselben Verdauungstrakt, wie deren Vorfahren, die Wölfe. Um es einfach zu sagen, das Geheimnis liegt darin alles roh zu füttern. Oh je, ich höre es schon wieder: "Rohes Futter macht doch die Hunde aggressiv, wegen dem Blut, das darin enthalten ist"
Auch ein weit verbreiteter Irrglaube. Nein Rohfutter macht nicht aggressiv, es macht energiegeladener, der Hund ist einfach besser drauf, hat mehr Kondition, ist kräftiger, hat mehr Spaß am Leben, aber ist keineswegs aggressiver. Schlagt euch diese Vorurteile aus dem Kopf, und werdet bereit für Neues, nein eigentlich Altes, welches nur durch die Industrie verdrängt wurde.
Je mehr ich mich mit diesem Thema befasste, umso übler wurde mir bei dem Gedanken, was alles in konventionellem Futter landet, als Beispiel möchte ich mal erwähnen, dass sogar Artgenossen zu Tiermehl verarbeitet werden, denen nicht einmal die Flohhalsbänder abgenommen wurden, Abfälle der Lebensmittelindustrie, die als wertvolles Getreide deklariert werden. Das gilt auch für Katzenfutter, ich spreche hier nur vom Hund, weil ich selber einen habe und daher eher den Bezug zum Hund habe, als zu Katzen, aber es ist dasselbe. Und ich bin entsetzt, was wir unseren geliebten Vierbeinern zumuten, ohne es zu wissen. Ich hoffe nun, dass ich den einen oder anderen von euch sensibilisieren kann. Denn nicht alle Krankheiten können mit "Überzüchtung" begründet werden. Erwiesenermaßen ist die Lebensdauer eines "gebarften" Hundes wesentlich länger, als bei konventionell gefütterten. Dieses Thema ist so komplex, dass ich es nicht mit einem Blogeintrag abhandeln möchte, es wird Mehrere dazu geben.
Gerne stehe ich auch für Eure Fragen bereit, denn die können mir auch helfen, weitere Beiträge zu gestalten. In der nächsten Zeit möchte ich darauf eingehen, warum Tierärzte oft nicht offen sind für dieses Futter, wie es sich mit Salmonellen verhält, warum Knochen füttern kein Problem ist, wenn man es richtig macht, was es mit dem Calzium-Phosphor Verhältnis auf sich hat, wie man den richtigen Lieferanten findet, wie man richtig barft, und natürlich Antworten auf Eure Fragen. Ich freue mich darauf

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 18 Kommentare

Tierliebhaber
19.11.2011 10:27 Uhr
Also eines vorweg wegen Trockenfutter,man soll nicht alles schlecht reden dann müßten alle die trocken füttern das gleiche problem haben.Nun zum barfen das gibt es nicht so lange das man sagen kann das die hunde älter werden.
ich bin gegen barfen und bin überzeugt das es ungesund ist.
Der hund stammt von wolf ab,ganz egal was für rasse,weil jeder hund hat das von wolf die verdaung.Und der wolf ist ein aasfresser "kann man auch nachlesen",daher bin ich total überzeugt das es ungesund ist.Wenn roh fleisch dann 3 wochen lang vergraben in der erde.
Gabimeisner
19.11.2011 12:13 Uhr
Hallo Tierliebhaber,
nein ich rede sicher nicht jegliches Trockenfutter schlecht, es gibt inzwischen auch Hersteller, die sich an der Barftheorie orientieren und auf das für Hunde unverdauliche Getreide verzichten. Ich versuche nur ein wenig zu sensibilisieren, dass wir ein wenig mehr darauf achten, was wir füttern.
Das Barfen gibt es eigentlich schon immer, Fertigfutter gibt es erst seit den 50er Jahren, davor wurden unsere Hunde auch gebarft, indem sie das bekamen, was wir Menschen übrig ließen. Ich werde darauf noch näher in weiteren Blogartikeln eingehen.
Und ja der Wolf ist auch ein Aasfresser, aber er bevorzugt natürlich das Fleisch frisch gefangener Beutetiere, in nahrungsarmen Gebieten betreiben Wölfe aber durch Vergraben eine Vorratshaltung und greifen bei Futterknappheit aus Aas zurück.
Worin liegt denn deiner Meinung nach das Ungesunde in der Barfernährung?
LG
Tierliebhaber
20.11.2011 12:37 Uhr
Hallo
Was heißt barfen gab es immer!!!! Was früher der Mensch übrig lies war auch gekocht nicht roh .Jetzt natürlich sehr abzuraten.Der Wolf stillt seinen ersten Hunger und reißt seine Beute den Magen auf,und frißt den Magen inhalt.Dann vergräbt er wie schon gesagt seine Beute weil er ein Aasfresser ist.Wie in dem Dokufilm "Der Mann der mit den Wölfen lebt"
gab den Wölfen auch abgelegendes Fleisch. Der Magen und den Stoffwechsel haben unsere Hunde vom Wolf,daher rate ich jeden Hundebitzer ab Rohfleisch zu füttern.
silvie86Premium
21.11.2011 12:16 Uhr
Der Wolf ist KEIN Aasfresser! Warum glauben das soviele? Der Wolf ist ein Jäger und frisst nur im äußersten Notfall Aas...
Von daher ist BARF durchaus artgerecht...
Tierliebhaber
22.11.2011 20:04 Uhr
Hallo silvie
Das sagen alle die barfen,das sie ein gutes gewissen haben.Aber es gibt zahlreiche Sachbücher oder geht unter google
da steht genauso drinnen.
hexerl1313
22.11.2011 20:38 Uhr
Habt ihr schon mal überlegt was ihr euren Tieren mit Barfen eigentlich antut. Ihr denkt immer alles was ihr da reinschmeisst ins Futter ist artgerecht , aber warum müsst ihr dann soviele Zusatzstoffe wie Lachsöl usw , reingeben .
Der Wolf ist ein Fleisch-und Aasfresser, steht in vielen Sach-und Fachbüchern, fall ihr schon mal nachgelesen habt , und wie im Hauptartikel beschrieben ,er lebt auch von Essensresten der Menschen, kann nicht ganz stimmen, wir essen ja kein Rohfleisch sondern kochen unsere Speisen . Auf Dauer werden eure Tiere sicher krank werden und dann sollen Andere Wunder wirken und sie wieder gesund werden.
tomstepPremium
23.11.2011 18:09 Uhr
Ooooh weh ! Du schreibst in Deinem Profil von artgerechter Tiernahrung und verzapfst nun einen solchen Unfug ?
Wölfe kochen ihr Futter ? Darum die vielen Spirituskocher überall in der Wildnis ? Ach soo
Etwas Lachsöl z.B. zuzugeben ist im Gegensatz des ganzen totalen Unfugs in vielen Fertigfuttern sicher zu vernachlässigen.Was für Zusätze denn noch ? Garnichts,ganz genau !!!
Einfach mal die Zusammensetzung irgend eines Trockenfutters lesen.Ist das was da so drin ist dann gut ? Wohl kaum !!!
Krank werden sie meistens von dem ganzen Müll den solche Leute verkaufen (wollen oder scheinbar müßen !).
Gabimeisner
23.11.2011 19:57 Uhr
Ich sehe auch das Problem in mangelnder Aufklärung, die Wenigsten wissen sicherlich, dass es legitim ist und auch von den Futterherstellern angewendet wird, altes Frittenfett zu verwenden, oder den Klärschlamm, richtig, die Gülle die wir durchs Klo spülen.... Und keine Tiermehlfabrik schneidet verendete Hunde auf, um zu schauen, ob sich da evtl. ein künstliches Hüftgelenk drin befindet, das geht alles mit durch den Schredder. Eingeschläferte Tiere dürfen nicht zu Hundefutter verarbeitet werden, jedenfalls nicht in Deutschland, aber über Umwege kommen sie doch in unser Hundefutter. Ich denke ich gehe in meinem nächsten Artikel mal genauer drauf ein, was eigentlich alles drin ist, in unserem Futter, und das ist sicher nicht irgendwo her geholt, sondern bittere Tatsache. Nur leider setzen sich die allerwenigsten Hundehalter mal kritisch damit auseinander, denn die Werbung sagt ja, nur das Beste für unser Tier.....
silvie86Premium
24.11.2011 08:52 Uhr
Sicher frisst der Wolf ab und an mal Aas, in schlechten Zeiten oder aus Vorräten, die er sich angelegt hat, doch hauptsächlich bevorzugt er frisches Fleisch. So wie der Wildhund auch, oder denkt ihr wirklich, dass ein hungriger Wolf oder Hund sich denkt, ach, ich hab zwar grad was erlegt, aber ich warte jetzt drei Wochen ab, bevor ich es fresse? In Tiergehegen werden die Tiere auch mit frischem Fleisch gefüttert... Zudem ist das Fleisch, was gefüttert wird ja auch nicht gänzlich frisch. Denn sofort nach dem Stillstand des Herzens fängt das Fleisch an zu verwesen, also Milchsäuregärung etc, die das Fleisch mürbe macht. Uns westlern würde das Fleisch ohne diesen Prozess gar nicht schmecken, wir essen also ebenso abgehangenes/angegangenes Fleisch. Und auch das Fleisch, welches beim barfen den Hunden gefüttert wird, hat diesen Prozess der angehenden Zersetzung begonnen... Im Grunde ist schon das Aas, wenn ihr das so wollt und eben total einen auf Krümelkacker machen wollt... Der Hund wird also mit dem gleichen Aas ernährt, wie der Mensch auch!
Zudem entscheiden doch Blutwerte und Gesundheitszustand der Hunde, ob etwas für sie gut ist oder nicht. Meine TÄ ist von den Blutwerten meines Hundes immer wieder begeistert, er ist fit, sehr leistungsfähig und war noch nie(!) auch nur irgendwie krank.
Ich kenne viele, die nun seit 10-15 Jahren rohfüttern, deren Hunde sind viel gesünder als zB gleichaltrige Hunde der gleichen Rasse(zum Teil sogar des gleichen Wurfes, wenn man diese Tiere noch kennt und Kontakt hat) die konventionell gefüttert werden. Die gebarften "Alten" sind fitter, haben bessere Blutwerte, neigen weniger zu Übergewicht und haben Zähne wie Junghunde.
Ich hab nur gute Erfahrung gemacht. Eine Freundin hat ihre 12 Jahre alte Hündin umgestellt und der Gesundheitszustand, die Fellqualität und die Vivatlität haben sich derart verbessert, dass selbst ihr TA nur darüber staunt.
Komisch, dass es den Tieren so gut geht, wenn das Futter ja ach so schädlich sein soll...
Aber jedem das seine -das ist wohl eine ähnliche Ernährungsfrage wie Vegetarier sein oder nicht.
hexerl1313
24.11.2011 09:07 Uhr
Ich habe nicht geschrieben das Wölfe ihr Futter kochen, man sollte genau schauen was man liest bevor man antwortet, es wurde geschrieben das früher die Tiere mit Essensresten gefüttert wurden, und darauf kam meine Antwort das wir nichts roh essen , und wenn jemand schon in meinem Profil liest das ich als Tierfreund artgerechtes Futter verwende sollte man auch mal auf meinen Link lesen um was für Futter es sich handelt, da steht ganz genau das es ohne Chemie und im mineralischen Gleichgewicht ist, und keine Abfälle oder eingeschläferte Tiere, Klärschlamm usw. besteht .
Ich füttere meine Tiere nicht mit dem herkömmlichen Futter da ich gelesen habe was auf den Dosen und auf dem Trockfutter steht und ich nicht will das meine Tiere das fressen müssen und krank werden.
Noah2000
25.11.2011 21:24 Uhr
Auch wenn man die Horrorgeschichten von Resten aus der Tierkörperverwertung mal beiseite lässt- Trockenfutter ist einfach in jedem Fall ein sehr stark industriell bearbeitetes Fertigfutter, es ist nicht frisch. Die meisten finden wohl nichts dabei, hin und wieder mal Gerichte aus der Dose und Suppe aus dem Sackerl zu essen, aber keiner käme auf die Idee, seine Kinder nur so zu ernähren, oder?
Meine Hunde werden abwechselnd mal frisch, mal aus der Tüte gefüttert, und ich habe damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.
wlugauer
25.11.2011 21:43 Uhr
Also ich barfe seit einiger Zeit und seit dieser Zeit ist mein Hund vitaler und hat wie schon die "Gabimeisner" ebenfalls die beobachtung gemacht das er weitaus weniger Kot absondert als vorher.
Es ist einfach eine Artgerechte Ernährung. Die Zusätze wieso man Hirsemischungen etc. beigibt werden nach kurzem Überlegen von selbst beantwortet. Was hat wohl ein Wolf früher gefressen? Meist Pflanzenfresser und deren Mageninhalt (so eklig sich das vielleicht auch anhört) wurde eben auch gefressen. Da ich meinen Hund aber nicht in den Wald schicke um sich ein Karnickel zu holen gebe ich das eben hinzu.
Die Futtermittelindustrie gaukelt uns immer vor das alles was in Ihren Produkten drin ist das beste ist für ein langes Hundeleben. Dann aber fragt man sich auch warum die Hunde vor 50 Jahren ein Durschnittsalter von 15 Jahren hatten und heute nur noch von 7-9 Jahren.
Es wurde geschlachtet auf den Höfen und die Hunde haben sich eben die Reste geholt was nicht gebraucht wurde.
Von daher kann ich jedem das barfen empfehlen der seinem Tier was gutes tun will.
Elektrobiest242
26.11.2011 14:41 Uhr
Die deutsche Tierfuttermittelindustrie ist noch schlimmer als in anderen Ländern, z.B. Kanada und Schweden. Die dort geltenden Verordnungen sind für Tierfutter z.B. genauso streng wie die für den humanen Bedarf.
Aber seien wir mal ehrlich, Barfen ist natürlich echt ne super Sache, aber nicht jeder hat Zeit und Mittel, da das Ganze auch nicht gerade mal eben so schnell erlernt ist.
Bekannt ist Barfen übrigens schon ewig , aber so langsam scheint es sich ja endlich mal zu verbreiten. Für einen unkundigen Tierbesitzer jedoch kann gerade beim Barfen sehr viel falsch gemacht werden und unabsichtlich wird eine Mangelernährung des Tieres geschaffen, trotz bester Absichten. Eine Mischung aus konventioneller und Rohfütterung ist daher in meinen Augen die besssere Lösung, gerade für Einsteiger. Dazu sollte man natürlich auf ein hochwertiges Futtermittel (es gibt übrigens auch super Trockenfutter wie z.B. Acana & Orijen, ohne chem. Zusätze, Soja & Zucker, etc.) zurück greifen. Empfehlenswert sind auch Trockenfleischsnacks für zwischendurch statt dem typischen Knabberkram aus dem Supermarkt.
Ich finde es traurig, dass viele Besitzer ihren Tieren Futter zumuten ohne sich darüber zu informieren was es überhaupt enthält. Ihren Kindern stopfen sie ja auch nicht jeden Mist in den Mund.
Jeder Tierhalter sollte sich seiner Verantwortung viel mehr bewußt werden, da er ja als "Rudelführer" auch die Verantwortung für sein Rudel trägt.
Bibbi13
02.12.2011 13:19 Uhr
Ich habe zwar "nur" einen kleinen Dackel-Beagle Mix, diese wird aber seit gut 2 1/2 Jahren gebarft und die beiden jährlichen Blutbilder waren hervorragend ! Keinerlei Anzeichen irgendeines Mangels. Bibbi ist supermunter, hatte noch nie Probleme mit den Analdrüsen und "verträgt" mittlerweile auch die Knochen. Die waren ein Lernprozess, da sie es gewohnt war alles möglichst schnell und möglichst groß herunterzuschlingen. Mit Übung (ich habe anfangs die Knochen halten müssen) jetzt alles iO.
Zu den Kosten: zwischen 1 Euro und 2,30 Euro pro kg Rohfleisch (gewolft) finde ich ziemlich günstig und die Flasche Lachsöl für 10 Euro hält doch ewig !
Trisha1993
05.12.2011 10:51 Uhr
Also wir haben unserem versorbenen Hund auch nur Rohfutter gegeben.
und ich bin der selben meinung wie die anderen was das thema "barfen" angeht.
es ist keineswegs schlecht,
es gibt auch einige tierärzte die davon abraten, trocken- oder dosenfutter zu fütter,
weil da einfach viel zu viele konservierungsstoffe drinnen sind oder sonstige, nicht gesunde Zutaten dabei sind.
Meine Kleine barfe ich auch, seit dem sie alt genug dafür war, ich hatte zwar davor alles andere ausprobiert, aber
entweder hat sie zu viel kot abgesetzt oder beim auto fahren es wieder hochgewürgt,
oder sie hat es einfach gar nicht gefressen, sie reagiert ziemlich sensible auf anderes fressen.
und seit dem ich mit ihr barfe, übergibt sie sich nicht mehr, ist viel ausgelassener und setzt auch nicht mehr so viel kot ab.
Also frage ich mich WARUM ?! die meisten eine schlechte meinung darüber haben, wenn sie es doch noch nicht einmal ausprobiert haben ?! Ekel davor das rohe fleisch anzufassen oder zuzuschneiden ? oder einfach nur die ganze vor veränderungen?! ich weiß es nicht, aba eins kann ich sagen, das barfen viel besser ist wie das andere Futterzeugs was es gibt.
ok es gibt auch dosenfutter z.b. von Terra Canis, wo das fleisch und der inhalt in einer sehr bekannten Metzgerei in der nähe von München hergestellt wird, wo auch auf die ganzen zusatzstoffe verzichtet wird.

Also, bevor alle wo das barfen verurteilen, probiert es doch einfach mal aus, bevor ihr voreilige schlüsse zieht.
und keine ahnung habt was gesünder ist.
und im übrigen ist es auch viel billiger, ich bekomm von meinem metzger alle 2 wochen kalbsfleisch ca. 3 kilo kostenlos, nen teil frier ich ein, weil kann des ja ned ewig draußen haben,
und dazu bekommt sie eben noch gemüse oder weng obst, was auch nicht so teuer ist.
MonaNelly
06.12.2011 04:23 Uhr
Hallöchen,

dass Barfen lange dauert, kann ich nicht bestätigen, absolut nicht. Das Schnibbeln vom Gemüse für meine Meerschweinchen dauert täglich länger, als meiner Hündin ihr Futter fertig zu machen.
Was die Mittel angeht... was für Mittel sollen das sein? Die meisten Leute haben eine Gefriertruhe bzw. einen Gefrierschrank und rechnet man das Barfen gegen teures Trockenfutter, ist es oftmals günstiger. Ich habe das schon oft für Freunde oder Arbeitskollegen ausgerechnet - natürlich realistisch.
Gegen den "Billigkram" von bekannten Discountern ist es selbstverständlich teurer, da muss man sich nichts vormachen. Aber diejenigen, die sich Gedanken um Ernährung machen, füttern in der Regel teureres.

Ich barfe meine Hündin nun seit etwa 4 Jahren, davor war 2 Jahre lang gesundheitsbedingtes "TroFu-Hopping" angesagt. Sie war nur krank, aber wirklich nur - wir waren teilweise ein Mal die Woche beim Tierarzt.
Als ich auf Dose umstellte, wurde es einen Tick besser, seitdem ich Barfe, liegen kaum noch Erkrankungen vor.

Was man aber keinesfalls weg ignorieren darf auch als überzeugter Barfer ist die Gefahr der Mangelernährung. Selbstverständlich ist diese Gefahr gegeben!
Und deshalb sind auch so viele Tierärzte gegen das Barfen, weil sie fast immer nur diejenigen zu Gesicht bekommen, bei denen der Mensch es falsch gemacht hat. Meistens aus Leichtfertigkeit, obwohl Barfen wirklich nicht schwer ist.
Die Gefahr der Mangelernährung ist aber nicht automatisch gebannt, wenn man Trockenfutter füttert.

Was die Zusätze angeht:
Beim Barfen geht es darum, das Beutetier so gut wie möglich "nachzubauen". Das heisst man füttert Muskelfleisch, Innereien etc. und muss auch den Mageninhalt eines Beutetieres nachstellen.
Die Magensäure der Beutetiere schliesst die Zellen von pflanzlicher Nahrung auf, sodass Wölfe und Hunde dies nicht brauchten. Also sparte sich die Natur hier die Fähigkeit zum gleichen Prozess, weil ist ja eh schon gemacht.
Deshalb wird Gemüse püriert, um die Zellwände zu öffnen. Und um die optimale Aufnahme der durch den Mixer unzuereichend geöffneten Zellen zu erleichtern, wird Öl hinzu gegeben.
Das heisst die Zugabe von Öl könnte man ebenso vermeiden, wenn man nur gefüllte Mägen füttert, was aber durch Gährung und co. nicht möglich ist, es tatsächlich so zu füttern.

Sonstige Zusätze sind natürlich dann nötig, wenn der Hund krank ist. Die gleichen Zusätze sollten dann aber unabhängig von der Art der Fütterung gegeben werden (d.h. dass Trockenfutter, Dosenfutter und Barf die gleichen Zusätze benötigen würden, um dem Hund zu helfen).

Ich glaube allerdings, dass Dinge wie "verendete Hunde landen mit Flohhalsband im Trockenfutter" auch ein Ammenmärchen sind. Das kursiert schon ganz lange herum und ich glaube es nicht, auch wenn ich einer DER Gegner von industriellem Futter bin.
Fakt ist aber durchaus, dass es Futter gibt, in denen z.B. Baumwurzeln und co. verarbeitet werden. Das nennt sich dann "pflanzliche Nebenprodukte". Habe ich im übrigen direkt von einem Trockenfutter-Hersteller diese Info.
Möge jeder für sich entscheiden, ob er seinem Hund Baumwurzeln füttern möchte. Schön ist was anderes, allerdings knabbern die Hunde auch so mal an nem Ast (ob es im normalen Futter sein sollte, steht dann natürlich auf nem anderen Blatt).

Zusammengefasst haben beide Seiten recht:
- Die Barf-Gegner, wenn sie von Mangelernährung sprechen. Die gibt es, nciht weg zu diskutieren, wenn der Mensch es falsch macht.
- Die Barf-Befürworter, wenn sie von Schrott in industriellem Futter sprechen.
katzefrendPremium
28.12.2011 18:48 Uhr
Hallo
also ich barfe meine jetzt 2jährige Hündin fast ein Jahr und bin super zufrieden damit. Habe zwar auch hochwertiges Trofu gefüttet, aber die Puperei hat mich wahnsinnig gemacht. Die Kothaufen sind auch wesentlich kleiner geworden,was ganz klar bedeutet, das viel mehr im Körper verwertet wird.
Was den Preis anbetrifft, besteht fast bei allen die Meinung, das das Barfen viel teurer wäre, stimmt garnicht, ist wesentlich günstiger als hochwertiges Trofu.Mein Hund ist fit und gesund und ich finde nichts ekliges dabei, kann die Argumente,das die Barferei ungesund sei nicht nachvollziehen, es ist die natürlichste Ernährung.
scove
16.05.2012 12:25 Uhr
Immer dieses Wort - Mangelerscheinungen... Jeder traut sich zu, dass er ein Kind ernähren kann aber beim Hund schreien alle auf!? Barfen ist keine Hexerei. Sicher dauert es länger, eine Mahlzeit aus mehreren Komponenten zusammenzustellen, als nen Becher TroFu in nen Napf zu kippen aber ich Brauch trotzdem nur 1-2 Minuten...
Teurer ist es auch nicht,eher günstiger als Fertigfutter.
Was Zusätze (Supplemente) angeht - wenn der Hund gesund ist und wirklich alles frisst (rohes Fleisch von verschiedenen Tieren und aus Alken Teilen -also fettarm und fettreich-, Innereien, rohe Knochen, Obst und Gemüse), dann braucht man keinerlei Supplemente!!! Öl, Eier, mal Quark, Hüttenkäse oder ähnliches sind dabei keine Supplemente sondern Bereicherungen des Speiseplans.
Und domestizierte Hunde wurden nicht seit jeher mit Speiseabfällen gefüttert. Sicher gehören die auch dazu aber ebenso Schlachtabfälle und kleine erbeutete Tiere. Ja, man mag es kaum glauben, es gibt Hunde, die jagen, auch wenn sie auf ner mittelalterlichen Burg, nem feudalen Herrenhaus, nem Bauernhof oder in der Stadt wohnen...

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