Chico und seine Familie in Hannover - eine große Tragödie

Feuerwolf
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Musste `mal ausführlicher antworten......

Original von CairnLover:

Langsam fällt Einem in diesem Forum nichts mehr ein und der Realitätsverlust erschreckt. Da wird nicht mal davor zurückgeschreckt, einem Rüden nach dem Motto „der wollte ja eigentlich nichts Böses“ mütterliches Verhalten zu unterstellen, damit man einen Hund, der ein Baby tot gebissen hat, als eigentlich harmlos hinstellen kann. Da wird in einem Beitrag zu einem großen Hund mit riesigem Maul von einem Kleinen mit Mäulchen geschrieben.
Da wird auf teils widerlichste Weise über den Vorfall debattiert und wie man das Leben von Hunden retten kann, die Menschen totgebissen haben. Gehts noch? Wo bin ich hier eigentlich gelandet?


In einem Hunde-Forum bist Du gelandet, wo man sich über Hundis unterhält, eigentlich ohne den anderen Usern Realitätsverlust zu unterstellen und User nicht anzumachen, die ihr Hundchen "Kleinen" nennen in der Koseform, auch wenn er größer als ein Chihuahua oder CairnTerrier sein sollte, ohne die anderen normalerweise in der Form ständig anzumachen, in der Du es tust.


Da wird es bejubelt, wenn ein TH-Mitarbeiter sich beim in der Art sicher nicht von der Stadt genehmigten Auslauf mit einem Hund, der 2 Menschen tot gebissen hat, von Reportern filmen lässt, (ob das wohl eine fette Spende für die daraus generierten hohen Auflagen gab?), wobei eine Leine eingesetzt wird, die wie Müll aussieht und nicht sicher scheint und ein Geschirr, bei dem der Hund sich im Rückwärtsgang einfach rauswinden kann. Wie viele Aufnahmen erforderlich waren, bis das gewünschte Video vom harmlosen Hund im Kasten war, bleibt dahingestellt.

Du redest wieder sehr abwertend über Deine Mitmenschen ( Leine wie Müll) und unterstellst ´mal wieder hässliche und böse Dinge, die in meinen Augen absolut realitätsfern sind. Vielleicht macht man das bei Russia Today so...


Da wird bejubelt, dass ein Hund, der wegen seiner Verletzung, deren Ursache noch unbekannt ist und die im Prinzip auch ganz anders mit dem Totbeissen seiner Besitzer in Zusammenhang stehen könnte (es könnte sich jemand beim Angriff gewehrt haben oder der Hund sich verletzt haben), beim Gassigehen keinen Maulkorb trägt. Da wird bejubelt, dass ein gefährlicher Hund der seit etlichen Tagen unter diverser Medikamentierung steht, es schafft ein paar Schritte zu laufen, ohne die Reporter anfallen zu wollen, anstatt zu bemerken, wie fahrlässig und eigenmächtig das TH gehandelt hat und das diese Inszenierung einfach nur pervers ist.


Wer hat bejubelt ? Nenn Bitte den User und die Zeile ! Ich hab`es leider noch noch nirgends gefunden. Brauche wohl eine Brille !!

Da wird ein Killerhund wie ein Star gefeiert und die Opfer werden, obwohl keiner wirklich wissen kann, ob es dem Hund bei seinen Besitzern jemals wirklich schlecht ging, zu den Tätern gemacht.


Du hast wieder eine sehr populistische Wortwahl und ein selektives Gedächtnis !


Da nutzt irgendeine unbekannte regionale Tiertrainerin, deren frühere Einschätzung auch einfach falsch gewesen sein kann, die Gelegenheit sich zum renommierten Tiertrainer zu machen und für ihre landesweite Bekanntheit zu sorgen.

Da wird gejubelt, wenn der Hund ein CT erhält. Obwohl das genau betrachtet mit Kostenübernahme durch die Stadt nur in der Hoffnung erstellt wird, bei dem Hund einen Tumor oder eine Verletzung zu finden, die den Vorfall begründet und die Stadt entlastet. Denn dann wäre die Stadt und die damals verantwortlichen Mitarbeiter fein raus, weil nicht ihre Unterlassungen in der Vergangenheit zu dem Vorfall geführt hätten, sondern eben die eine aktuelle Erkrankung. Was auch ich für die wahrscheinlichste Version halte.

Aus Deinem Text entnehme ich, dass Dir eine notwendige Untersuchung und Behandlung nach dem Tierschutzgesetzt ziemlich egal und ergo auch das Tierschutzgesetzt ! Feiner Hundebesitzer, dem das Tierschutzgesetzt egal ist !!


Damit würden mögliche Schadenersatzforderungen der Töchter und das von der Staatsanwaltschaft eröffnete Verfahren sofort unter den Tisch fallen.
Denn schliesslich wurde der Hund zwar nicht vorbildlich, aber für das Veterinäramt ausreichend gut gehalten, auch die Auflagen wurden sehr verantwortungsvoll strengstens erfüllt. Dass er bei Besuch in eine Box kam, hat meiner Ansicht nach keinerlei Relevanz.

Ich brauche wirklich eine Brille ! Wo steht oder wo hast Du gelesen, dass, welche auch immer, Auflagen verantwortungsvoll und strengstens erfüllt wurden von Chico`s Haltern ???


Ausser Beschwerden über Bellen (die es bei sehr vielen Hunden in Deutschland geben dürfte) und Angst vor dem Hund (was sogar bei jedem nicht bellenden Pitbull verstärkt der Fall sein dürfte) ist all die Jahre nicht wirklich etwas vorgefallen. Und das wäre es wahrscheinlich auch nie, wenn es keine auslösende Ursache gegeben hätte. Und die kann letztlich sogar in der Einhaltung der Vorschriften gelegen haben, denn der Hund könnte aufgrund seiner Entzündung beim Versuch den Maulkorb überzuziehen, ausgetickt sein. Was sehr wahrscheinlich scheint.

Wenn man die Größe des jungen Mannes in Relation zu dem Hund hinterfragt, wie hier thematisiert, dann dürfte übrigens kein Mensch, und schon gar keine Frau, eine Dogge führen und schon gar nicht mit mehreren großen Hunden Gassi gehen.


Ähm....Wieso darf eine Frau nicht mit einer Dogge Gassi gehen ? Soviel wie ich weiss, gibt es viele Frauen, die mehr als 45 - 56 kg, sogar mehr als 54-90 kg wiegen .
Geht`s noch ?

Man könnte auch sagen, dass die ganze Diskussion von vorne herein von der Presse angestachelt so geführt wurde, dass die Leser mit Erfolg emotional instrumentalisiert werden sollten. Dazu wurde die ganze Geschichte entsprechend publiziert und nicht nur der Name des Hundes, sondern auch regelmäßig Fotos, Details und Filmchen so veröffentlicht, dass der Leser eigene Schlüsse ziehen sollte. Dabei kamen Menschen zu Wort, von denen man nicht mal weiß, ob sie sich nur wichtig machen wollten und was an ihren Aussagen dran ist.

Ähm....der Leser wurde instrumentalisiert, weil er sich selber eigene Schlüsse ziehen sollte ??


Als die Katze meiner Eltern nach Jahren wieder aufgetaucht war, kam das auch in die Zeitung. Bis auf die Tatsache, dass die Katze nach 2 Jahren zurückkam, war alles erfunden, was man in diversen, teils halbseitigen Artikeln geschrieben hatte.

Wenn man aber zu Chico alles bedenkt, dann wurde ein Hund sehr viele Jahre ohne Vorfälle gehalten und ist bis auf seine Verletzung in einem körperlich guten Zustand. Es ist auch keine Rede davon, dass er in einem verängstigten Zustand wäre.

Er war in enam apathischen, schlappen Zustand im Tierheim, 2011 gab es einen Vorfall, er löste sich auf dem Balkon, kam selten und dann nur spät abends oder nachts raus , die Krallen waren lang und sehr spitz, also keineswegs in irgendeiner Form abgelaufen.
Das nennst Du ohne Vorfälle und einen körperlich guten Zustand ?

Wo hast du denn gelesen, dass die Schwellung am Unterkiefer eine Verletzung ist ? WOW , ist mir neu. Die schlechten Tierärzte hatten einen Tumor oder einen entzündeten Zahn/Zahnwurzel diagnostiziert.

Aber Du hast ihn bestimmt viel besser untersucht als die TA der TiHo Hannover, ja ? ......

Da bleibt eigentlich nur eine Frage übrig.
Kann auch ein gut gehaltener Hund derartig ausflippen, dass er Menschen tötet?
Die Antwort darauf ist doch ein eindeutiges Ja, sofern er aufgrund seiner Größe und seiner Rasse die Fähigkeit dazu hat.

Stimmt, Dackel hat auch schon einen Menschen in Deutschland totgebissen !
Soll ich Dir die Liste mit Kleinhunden, die einen Menschen getötet hatten, noch einmal raussuchen, die ich Dir schon einmal ersteltl hatte oder erinnerst Du Dich ? Es könnten aber auch Derealisationsstörungen Deinerseits sein.


So auch schon geschehen, obwohl der Besitzer eines Hundes als Polizeihundeführer eine umfassende Ausbildung zum Führen von Hunden hatte und man davon ausgehen muss, dass er seinen eigenen Hund vorbildlich erzogen hatte. Trotzdem hat sein Hund sein Kind getötet, während ein Mensch im Raum war, der es nicht verhindern konnte.
Die Fähigkeit und das Potential zum Töten haben dabei insbesondere Hunde bestimmter großer Rassen, aber Kampfhunde völlig unbestreitbar in besonderem Masse, da sie lange zum Töten gezüchtet wurden und Beschädigungen durch diese Rassen sind besonders gravierend.


Die Geschichte der Rassen gelesen, die ich Dir hier eingestellt hatte? Selber aber nicht wissen, das ein AmStaff und ein Pitbull zwei unterswchieliche Rassen sind ls Terrierbesitzer.


Da wird eine Petition unterzeichnet, man lässt sich dabei das Wurstbrot, die Eier und den Milchkaffee schmecken, während man vorher seinen Hund mit den Abfällen der Tierindustrie ernährt hat und abends grillen wird, gerne für sich selbst total vermenschlicht begründet damit, dass das nur passiert sein konnte, weil der Hund nicht gut genug gehalten worden wäre und merkt gar nicht, was man eigentlich Sinn befreites tut.

Aber selber stundenlang in INet irgendwas raussuchen, während sein eigener Terrier tagelang über Nacht verschwunden ist, weil zum wiederholten Male aus dem nicht gesicherten Garten abgehauen, anstatt ihn zu suchen ! Sehr sinnvolles Verhalten m.M.n.


Was im Übrigen nur dafür sorgt, dass die Sache noch weitere Kreise zieht und größere Folgen hat. Denn wenn der Bürger nicht mal mehr in den korrekten Dimensionen denken kann, dann wird und muss das weitere gesetzliche Folgen nach sich ziehen.


Sage nur Derealisationserscheinungen Deinerseits und Dein eigenes sinnfreies Verhalten !


Hunde benötigen mehr Eigenschaften als eine Rassezugehörigkeit, um zu einem vorbildlichen Rettungshund, Therapiehund oder auch zu einem kinderlieben Familienhund zu werden.

Stimmt genau ! Hier stimme ich Dir zu . Deshalb gibt es ja auch AmStaff`s und Pitbulls, die als Therapie- und Rettungshunde eingesetzt werden!


Die Darstellung, dass Kampfhunderassen, die nicht nur in Hessen Listenhunde sind, eigentlich ganz lieb sind, ist meiner Ansicht nach ein Problem, da so die falschen Werte vermittelt werden. Denn die sind nicht alle lieb, schon gar nicht wenn sie falsch erzogen werden, aus einer falschen Zucht oder Vermehrung kommen und noch weniger dieser Hunde dürften zum Therapiehund geeignet sein.

Stimmt auch wieder! Nicht alle Hunde sind immer lieb. Könnte Dir Günter, der Cairnis gezüchtet hat, bestimmt glatt ungesehen unterschreiben. Darf ich das in seinem Namen machen? Er hätte bestimmt mit Sicherheit nix dagegen


Ob man diese Rassen nun als Kampfhunde oder Pitbulls bezeichnet, ist schnurzegal. Bei jeder anderen Rasse würde man zudem argumentieren, dass die langjährige Züchtung zum Wach- oder Hütehund eine große Rolle für den Hund und sein Verhalten spielt. Nicht so bei Kampfhunden. Das ist doch unrealistisch.

Niemand hat hier gesagt oder es als unrealistisch hingestellt, dass bei Wach-, HSH- Hunde oder Terrier gewisswe Eigenschaften nicht rassetypisch sind. Aber ein Hund hat mehr als einen Wesenszug und die Sozialisation bzw. Erziehung hat zu mindest 50% mit dem erwachsenen Hund zu tun. Auch einen Pudel kann ich zum gefährlichen Hund machen, der in der Lage ist andere zu töten.


Egal ist auch nicht, dass Kampfhunderassen ein besonderes körperliches Potential zum Töten mitbringen und Beschädigungen durch diese Hunde meist verheerend sind.


Genauso wie bei anderen großen Rassen oder Mischlingen


Daher halte ich unsere hessischen Vorgaben bei Hunderassen, die wiederholt Menschen getötet haben und immer wieder Menschen töten werden, für einen sinnvollen Ansatz.
Da der deutsche Schäferhund aber diejenige Rasse ist, die die Hitliste der Beissunfälle und Tötungen insgesamt anführt, kann es nur abhängig von der Größe und dem Gefährdungspotential der Rasse sein, wer einen Hunde-Führerschein und welcher Hund einen Wesenstest machen muss. Nämlich diejenigen, die aufgrund der Statistik und ihrer Größe immer wieder wegen solcher Vorfälle in die Schlagzeilen kommen. Und das, wie beim Führerschein, möglichst wiederkehrend. Da könnte es nach den 3 aktuellen Hundeattacken innerhalb von 2 Wochen durchaus Änderungen für Hundehalter geben.


Genau....und die Liste der Kleinhunde, die auch viele Menschen bisher getötet haben miteinbezogen.


Die ganze Diskussion über die Schuldlosigkeit der betroffenen Killerhunde, die nur Opfer sind, wenn sie zubeissen, halte ich persönlich in der geführten Form für vollkommenen Schrott.

Ich halte auch vieles für Schrott, was Du hier so von Dir gibst. Und nciht nur ich !


Ganz generell sollte eigentlich jedem klar sein, dass jeder Hundebesitzer ein Restrisiko trägt, dass der eigene Hund, warum auch immer, zubeissen kann. Dies ist nun auch schon oft genug, selbst bei sehr hundeerfahrenen Menschen geschehen, so dass man sagen kann, das keiner davor sicher ist. Ein Hund bleibt immer ein Tier, und kann sich plötzlich unberechenbar verhalten.

Genau das, was u.a. Weckener immer wieder sagt und ich auch der Meinung bin .


Auch hat die Vergangenheit bereits gezeigt, dass die gleichzeitige Anwesenheit von Hundebesitzern im Raum mit Hund und Kind das Kind nicht davor schützen kann getötet zu werden, wenn der Hund die Größe oder das Potential dazu hat und ausflippt. Denn auch das ist bereits mehrfach passiert.

Stimmt....wie mit dem Dackel


Abgesehen davon, dass kein Mensch in der Lage ist, täglich 24h jede Sekunde darauf zu achten, dass ein Hund dem Kind im gemeinsamen Wohnumfeld nicht alleine zu nahe kommt. Dazu müsste der Hund in den Zwinger oder abgeschafft werden.
Das Halten von Hunden, die in der Lage sind Kinder zu töten und insbesondere von Rassen, bei denen dies immer wieder vorkommt, während man selbst Kinder/insbesondere Kleinkinder oder Enkel, Neffen/Nichten, etc. hat, stellt somit doch ganz grundsätzlich ein bewusst fahrlässiges Handeln dar.

Dann handelst Du aber auch bewusst fahrlässig, da Du ja auch spätestens seit der von mir für Dich erstellten Liste der Kleinhunde weisst, dass diese auch durchaus in der Lage sind Kinder, sogar Erwachsene, zu töten.


Denn da brauchen nur mehrere unglückliche Faktoren zusammenzukommen und schon hat der Hund, der als besonders kinderlieb bekannt ist und bei dem nie was passiert ist, ein Kind gefährlich verletzt, wie vergangene Woche zudem passiert. Hier war es übrigens ein Collie, den sein Besitzer daraufhin sofort hat einschläfern lassen.

Dass es jetzt Petitionen für Hunde gibt, die Menschen getötet haben, finde ich alleine schon ungeheuerlich. Wobei ich diese Einstellung immer noch mit der Mehrhheit der Deutschen teile.

Woher hast Du die Erekenntnis, dass Du die Meinung der Mehrheit der Deutschen teilst?


Aber das die Unterzeichner dieser Petition nun glauben, dass die Erben gefälligst die von ihnen mitzuverantwortenden Kosten für den Hund zu tragen hätten, schlägt dem Fass den Boden aus und ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Außer vielleicht von der Drohung, dass sich die Petitions-Unterzeichner die Einschläferung nicht bieten lassen werden.


Blöde Gesetze aber auch....


Für die allermeisten Menschen ist es allerdings das Nachvollziehbarste der Welt, dass ein Hund, der getötet und hier sogar die Familie getötet hat, eingeschläfert wird. Er hat seine Beisshemmung komplett verloren und kann das jederzeit wieder.
Alleine der erbärmliche Gedankengang, dem jedes Mitgefühl für die Hinterbliebenen fehlt, dass die Erben diesen Hund wegen kommender Krankenkosten eher einschläfern würden, zeigt für mich, dass hier nicht in normalen Relationen gedacht wird.

Wenn ich mich so Recht erinnere an die Ironie und Zynismus eines gewissen Users hier bei DS, als er von dem Vorrfall in Bad König geschrieben hat......stimme ich Dir zu, hat hier jemand gar keine Empathie.


Dabei zeigt allerdings die sonstige Haltung gegenüber Tieren, die und deren Produkte man gerne verspeist, wie verlogen die vorgebliche Tierschutz-Haltung genau betrachtet ist.

....sprach der Veganer CL !
Zuletzt geändert vor 4 Tagen, 20:24 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20872
+ 2
@CairnLover: Schick´ doch das Pamphlet an DIE WELT oder den SPIEGEL, die bezahlen Dir vielleicht sogar noch was dafür.
Was Du hier damit erreichen willst, verstehe ich nicht.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Feuerwolf
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Original von Shibaherz:

@CairnLover: Schick´ doch das Pamphlet an DIE WELT oder den SPIEGEL, die bezahlen Dir vielleicht sogar noch was dafür.
Was Du hier damit erreichen willst, verstehe ich nicht.

Ich würde da eher Russia Today empfehlen bei CL. Das liest er doch und zitiert auch gerne daraus, passt besser.

Feuerwolf mit rennendem RENNTIER Fina
Goldschakal
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Beiträge: 37
+ 1
@CairnLover: Ganz ehrlich, mir bleibt die Spucke weg!

Ich frage mich ob Du so Denken würdest wenn es um Deine Hunde geht auch wenn Du der Meinung bist, dass nur große Hunde solch Schaden anrichten können.

Ich bin eine Frau, 186 cm groß und über 80 kg schwer und wäre trotzdem nicht wirklich in der Lage eine Dogge zu führen.
Verstehst Du? Größe und Kraft allein reichen nicht aus.

Hüte Dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.
Shibaherz
Beiträge: 20872
+ 2
Warum? Da hat er hier doch feinere Bundesgenossen. Vernunfterleuchtete. Der SPIEGEL springt in seiner neuesten Ausgabe auch auf den Zug, mit einem ganzseitigen Artikel zu Chico, aber eigentlich zu der Petition, rubriziert unter „Der groteske Rettungseinsatz für Kampfhund Chico, der seine Besitzer tötete“, betitelt „Supersüßer Killer“. Der böse Kampfhund. Die Besitzer (Pl.) Grotesk.
Das nenn ich mal journalistische Sorgfalt. Den Autoren ist evtl. unbekannt, dass das niedersächsische Hundegesetz keine Listenhunde mehr aufführt. Ist aber irrelevant. Kampfhund bleibt Kampfhund.

In dem Artikel werden die beiden Vorfälle in Hannover und in Bad König aus durchsichtigen Motiven prompt wieder in einen Topf geworfen. Als Klammer dient der Satz: „Doch auch das Schicksal dieses Opfers (i.e. des Babies) geht derzeit etwas unter.“ Wirklich gut recherchiert! Und allen Petitionsunterzeichnern wird summarisch Gefühlsduselei bescheinigt, die sich daran zeige, in dem „Killerhund“ das Opfer zu sehen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert vor 4 Tagen, 21:31 Uhr
christianeadler
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+ 2
Gefühlsduselei liegt mir nicht, aber es ist doch wohl klar, dass unser Handeln nicht nur vom Kopf bestimmt wird. Das fände ich auch ein ziemliches Armutszeugnis, denn ich erfreue mich an der Beziehung mit meinen Hunden, und das geht nur mit Gefühl. Was mich in diesen Tagen so richtig nervt, sind diese Beiträge in allen Medien: "Ich bin selbst Hundehalter, aber.... " "Ich mag Hunde, aber.... " Damit meine ich Leute wie dich, Cairnlover, Besitzer von Hunden, die (wie viele Jagdhunde) zum Töten gezüchtet wurden, aber.... Damit meine ich diese dümmlichen Hundetrainer, die reihenweise die Gelegenheit zur Eigenwerbung nutzen, denn ein erzogener Hund macht sowas nicht..... Und dann wieder diese Diskussion über gefährliche Hunderassen.... Ich bin es so leid...

Ich bin schon einige Male von Hunden gebissen worden, das erste Mal als Kleinkind, weil ich unserer Nachbarin, wie damals noch üblich, zur Begrüssung die Hand geben sollte. Dafür hatte ich dann ihren Foxterrier am Arm hängen, und der liess auch nach Terrierart nicht wieder los. Sie nannte ihren Hund "eifersüchtig" und empfand das als Liebesbeweis, für mich heute eine vermenschlichende Umschreibung für einen Hund, der sein Frauchen für seinen Besitz hält. Ein gefährliches Paar, aber deswegen muss ich doch nicht für die generelle Einschläferung von Hunden stimmen, weil sie Menschen gebissen haben.

Ich bin Realist, und darum spreche ich nicht wie dieser Schreiberling in der Welt von Chico als einem "lebensgefährlichen Hund". Ich will erstmal wissen, ob er einer ist, denn bei mir gelten auch für Hunde Begriffe wie Selbstverteidigung und Notwehr. Ich erwarte auch von keinem Hund, dass er sich immer Alles von Menschen gefallen lassen muss. Ich akzeptiere, dass er gefährlich werden kann, wenn er z. B. Angst oder Schmerzen hat. Das ist sein Recht als Lebewesen, und die Aufgabe seiner Menschen ist es, trotzdem zu vermeiden, dass jemand zu Schaden kommt. Vielleicht waren Chicos Halter damit überfordert, und das sollte mMn aufgeklärt werden. Ich möchte das für mich wissen, denn einen wirklich gefährlichen Hund, dessen Perspektive nur noch lebenslange Einzelhaltung und Fütterung durch die Gitterstäbe ist (und solche Hunde gibt es auch), würde auch ich einschläfern lassen. Nur gibt es für mich auch für Hunde keine Verurteilung ohne Verfahren. Warum manche Leute diese Einstellung menschenfeindlich finden, ist mir nicht klar. Ich frage doch auch bei Menschen nach den Gründen, aus denen sie töten, und bewerte sie erst dann.
Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)
Zuletzt geändert vor 4 Tagen, 22:20 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 20872
ch verstehe Deinen Unmut. Meine ironische Stellungnahme war ja auch nur eine letztlich hilflose Form der Distanzierung von oberflächlicher und herabsetzender Rederei. Sie war aber selbst oberflächlich.

Wir töten Tiere im Maschinentakt und selektieren ein paar Exemplare von ihnen wie Hunde und Katzen, um unser Bedürfnis nach Spontaneität zu befriedigen, die nur bei Kindern eine Zeitlang geduldet wird, uns aber als Erwachsenen abhanden kommt. Das nennt man „Sozialisation“. Denn als Erwachsene müssen wir schließlich „funktionieren“. Hunde und Katzen als Ersatz für nicht vorhandene oder inzwischen flügge gewordene Kinder.

Recht eines Lebewesens auf Notwehr? Auch Nutztiere sind Lebewesen, ihnen wird das nicht zugestanden. Also dann wenigstens den Haustieren? Der Gedanke ist sicher nicht nur für die Petitionsgegner, sondern auch für viele Unterzeichner so weit weg wie der Mond. Dieses Recht wird nicht zugestanden, und zugleich wird menschliches Fehlverhalten, das zu einer solchen „Notwehrreaktion“ führt, gewöhnlich gar nicht erkannt, bestritten oder bagatellisiert.
Für manche Unterzeichner scheint aber doch festzustehen, dass die Beißattacke von Chico ein „logisches“ Ergebnis schlechter Haltung war. Entsprechend zitiert DER SPIEGEL eine Unterzeichnerin: Die beiden Getöteten hätten ihre „gerechte Strafe“ bekommen. Das halte ich ebenfalls für unverantwortliches Gerede.

Ich kann mir aber, wie schon gesagt, vorstellen, dass der Beißattacke ein Unfall vorausging, den der Hund „falsch“ verstand und der seine „Wehrbereitschaft“ weckte, denn immerhin ist nicht bekannt, dass es in der Zeitspanne zwischen 2011 und 2018 zu einer sonstigen Beißattacke seinerseits gekommen ist. Aber das werden wir wahrscheinlich nie erfahren.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2053
+ 2
Guten Morgen

hm, mir hat mal eine sehr versierte Hundetrainerin gesagt, 'Gutes loben und Ungutes ignorieren'.............das geht auch bei Zweibeinern

Warum jemand immer Recht haben muss, warum jemand jede Usermeinung auseinander nehmen muss und warum jemand viel Zeit für Foren hat
Ich (persönlich) bemüh mich, gewisse Beiträge zu ignorieren, denn jegliche Meinung zerpflücken lassen ist mir zu dumm und zu schade um meine Zeit.

Ach und, jedes Lebewesen reagiert i-wann auf negative Behandlung............auch Zweibeiner können mitunter 'zubeissen und töten'......

Schöns Wücheli und Grüesslis
Hundeli
Shibaherz
Beiträge: 20872
Stimmt, Hundeli.
Kindersatz oder Einsamkeit ist nicht das einzige Motiv, obwohl inzwischen vlt. ein vorherrschendes, gerade bei kleineren Exemplaren, zur Anschaffung eines Hundes. Ein anderes ist Geltungssucht (die in vielen Fällen auf keinem gesellschaftlich anerkannten Weg befriedigt werden kann).

Und das ursprüngliche Motiv des Sohnes, sich Chico zuzulegen, war u. U. dasselbe wie bei Chico sieben Jahre später für sein Verhalten: Notwehr.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert vor 3 Tagen, 12:13 Uhr
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 464
@christianeadler,
auch ich bin von Hunden schon gebissen worden. Das erste Mal, da war ich 5 Jahre alt und wollte mit den Zwergpudel unserer Nachbarin spielen, das hatte ich schon oft gemacht, die Nachbarin ließ mich ins Wohnzimmer, wo mich der Pudel sofort anfiel, er hatte Frauchens Pantoffel geklaut und bewacht... Mir fehlte hinterher ein Schneidezahn und eine Wunde unterhalb des rechten Auges... Nachdem ich verarztet war, bin ich wieder hin und die Sache war vergessen...

Das andere Mal war ich mit meiner Irish Setterhündin, ein sehr liebe, sehr sensible, und meinen Sohn im Kinderwagen gassigegangen. Sandra lief ohne Leine, sie war sehr gehorsam, eine alte Frau kam mit ihrem Dackel, die Hunde spielten und ein Radfahrer kam des Weges, mein Hund fiel rückwärts ins Fahrrad und verkeilte sich mit der Pfote zwischen Gabel und Speichen, das Bein war bis oben darin gefangen. Ich versuchte sie zu befreien, aber Sandra war so in Panik und Schmerzen, dass sie wild um sich biß. Meine Hände und mein Bauch waren mit Bißwunden übersät. Der Fahrradfahrer hat nicht geholfen, die alte Frau wollte dann helfen... Ich habe den Hundekopf fest an meine Brust gedrückt und die Frau hat das Bein befreit.

Wie auch bei anderen Beißereien wurde mir sofort gesagt, der Hund hat seine Beißhemmung verloren, er muss sofort eingeschläfert werden... (einmal eine Mensch gebissen, der tut es immer wieder!!!) Im Krankenhaus das Gleiche, aber der Tierarzt sagte, der Hund war so in Panik und durch die Schmerzen, hatte sich einfach gewehrt und völlig vergessen, wen er da angreift. Ich solle in den nächsten Tagen sie beobachten, schon weil mein Sohn damals erst 2 Jahre alt war, aber er sei überzeugt, mein Hund würde das nicht nochmal machen.... Sandra war nie wieder angriffslustig, sie ist 18 Jahre alt geworden, immer freundlich und brav...

Ich hätte es kaum überwunden, wenn man sie eingeschläfert hätte....

Alle Hunde haben Zähne und können, wenn sie es als letzten Ausweg sehen, sie durchaus gefährlich einsetzen. Erfreulicherweise schreibt dies meine Tageszeitung, das solche Hunde sehr oft dies nur einmal im Leben machen,-- und wenn sich nach einiger Zeit der Beobachtung wieder vermittelt werden. Der neue HH muss die Auflagen erfüllen...
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