Landwirtschaftsminister Schmidt fordert Abschussfreigabe für Wölfe

CairnLover
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Die Frage ist doch vielmehr, ob er sich mit der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie in der gleichen Weise seine Zukunft hätte absichern können, wie mit der Zustimmung zum weiteren Einsatz von Glyphosat.
Und da behaupte ich, mit Sicherheit nicht.
Man sollte also keine Äpfel mit Birnen vergleichen und eine Eigenmächtigkeit in einer profitablen Sache als generelle Entscheidungsfreude werten. Bei der Umsetzung der Tierschutzrichtlinien in der Nutztierhaltung sieht man zudem genau das gegenteilige Verhalten.
Shibaherz
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+ 1
Niemand vergleicht hier Äpfel mit Birnen, Stalinfreund.
Schmidt hatte sowohl bei der Glyphosat-Entscheidung wie bei seinen Wolfsschutz-Querschüssen volle politische Rückendeckung der CSU. In Bayern gibts nämlich noch mehr Mittel- und Kleinbauern als anderswo. Mehrheitlich CSU-Wähler.
Und um ein sorgenfreies Alter braucht sich der 60-jährige auch keine Gedanken zu machen.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 03.12.2017 15:08 Uhr
weckener
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+ 1
In Bayern gibt es sehr viele Jäger und Bauern, die sehr gerne auf die Jagd gehen, da werden alle seltene Tiere gern als Trophäe für das Haus genutzt... So wie Bruno der Bär, etliche Luchse, viele Wölfe, die Jagd wird dort mehr anerkannt... Mich würde nicht wundern, das Schmidt auch einer ist... Und so könnte er sich die Stimmen der CSU Wähler sichern... Ist dort bald wieder Wahl....

Deshalb ist der Vergleich von der Genehmigung zur Wolfsjagd und der Zustimmung bei Glyphosat keiner zwischen Äpfel und Birnen, sondern, es ist das Gleiche, Er bekommt im bayrischem Parlament ein Mandat, hofft auf ein Ministerposten und wenn das nicht klappt, halt einen Posten in der Wirtschaft. Abgesichert hat er sich bei Beiden!!!

Was soll das Zitat von Stalin?

Ein anderes, von wem weiß ich nicht mehr..:

Jagd man einen Deutschen in den Wald mit nur einer Blechdose, kommt er am anderen Ende mit einer Lokomotive wieder raus....

Das passt genauso gut wie das Stalinzitat....
CairnLover
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Original von weckener:

Was soll das Zitat von Stalin?

Das ist ja wohl eindeutig.
Während andere Länder die weitreichenden bestehenden Ausnahmeregelungen der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie einfach nutzen, muss der Deutsche wegen einer Ausnahmeregelung abweichend von den weitreichenden bestehenden Ausnahmen der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie zur EU rennen, weil er eine extra Erlaubnis will und sich nicht traut, die Ausnahmeregelungen einfach umzusetzen.
So sind die Deutschen halt. Obrigkeitshörig. Und unsere höchste Obrigkeit ist nun mal die EU.

Und in dem Sinn ist es genau das Gleiche, als wenn ein Betreten verboten Schild das Volk davon abhält, was zu verändern.

Gleichzeitig kennt natürlich kaum jemand in Deutschland die weitreichenden bestehenden Ausnahmeregelungen der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie und sie werden in D auch nicht in Diskussionen veröffentlicht. Die muss man sich schon selbst suchen.
So dass man prima den Eindruck erwecken kann, dass es an der EU liegt, wenn deutsche Bauern sich von einem Wolfsrudel hunderte Nutztiere reissen lassen müssen und nicht an unfähigen Politikern, die nicht in der Lage sind bestehende Regelungen einfach umzusetzen.

Nur ein kleines Beispiel wie Politik in D funktioniert.
.
Zuletzt geändert am 04.12.2017 14:28 Uhr
christianeadler
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+ 3
Original von CairnLover:


So dass man prima den Eindruck erwecken kann, dass es an der EU liegt, wenn deutsche Bauern sich von einem Wolfsrudel hunderte Nutztiere reissen lassen müssen und nicht an unfähigen Politikern, die nicht in der Lage sind bestehende Regelungen einfach umzusetzen.



Wenn du in einer Suchmaschine "Märchenfreunde" eingibst, findest du viele hübsche Internetseiten, auf denen du vielleicht Anklang für deine Phantasiegeschichten findest. Das Forum von Dogspot soll aber der sachlichen Information und dem Erfahrungsaustausch der Mitglieder dienen. In Deutschland gibt es keinen einzigen Fall, in dem ein Wolfsrudel hunderte Nutztiere gerissen hätte. Wenn bei uns schon Wölfe zum Abschuss freigegeben werden, weil sie im Garten Kuchen klauen, wäre es dann auch sicher zum Abschuss gekommen.

Deine Meinung zur Obrigkeitstreue und EU- Hörigkeit möchte ich nicht vertiefen, denn das würde vom Thema wegführen. Ich hoffe, dass sich auch andere nicht darauf einlassen, damit hier nicht jeder Thread zur Plattform für Cairnlover- Theorien umfunktioniert wird.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Feuerwolf
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@christianeadler : ganz einfach nur
Zuletzt geändert am 04.12.2017 17:28 Uhr
CairnLover
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Original von christianeadler:

Original von CairnLover:


So dass man prima den Eindruck erwecken kann, dass es an der EU liegt, wenn deutsche Bauern sich von einem Wolfsrudel hunderte Nutztiere reissen lassen müssen und nicht an unfähigen Politikern, die nicht in der Lage sind bestehende Regelungen einfach umzusetzen.



Wenn du in einer Suchmaschine "Märchenfreunde" eingibst, findest du viele hübsche Internetseiten, auf denen du vielleicht Anklang für deine Phantasiegeschichten findest. Das Forum von Dogspot soll aber der sachlichen Information und dem Erfahrungsaustausch der Mitglieder dienen.

Fest steht, dass ich keine Märchenfreunde brauche, sondern nur ins europäische Ausland schauen muss, um zu sehen, wie in anderen EU-Ländern regelmäßig Entscheidungen getroffen werden, eine bestimmte Anzahl Wölfe zu entnehmen. Damit handeln sich die Länder dann höchstens geringfügigen Ärger mit der EU ein, die schließlich zu dem Schluss kommt, dass die Wolfspopulation trotz der Entnahmen zugenommen hat. Die Vorgänge vor dem EuGH sind schließlich öffentlich.

Original von christianeadler:
In Deutschland gibt es keinen einzigen Fall, in dem ein Wolfsrudel hunderte Nutztiere gerissen hätte.

Da habe ich etwas anderes gelesen.
Fest steht, dass es Wolfsrudel gibt, die schon genug Nutztiere gerissen haben, um in anderen Ländern entnommen zu werden.

Und ich bleibe dabei. Unsere Politiker haben nicht den Mut die Ausnahmeregelungen einfach umzusetzen, so wie das die Politiker anderer Länder tun.
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Zuletzt geändert am 07.12.2017 14:07 Uhr
Feuerwolf
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+ 3

aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema "Wolf" : Zustimmung der Bevölkerung bleibt hoch

Zum Tag des Wolfes (30.4.) hat NABU eine repräsentative Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben.

Mit einem sehr erfreulichen Ergebnis wie ich finde !

79% der Menschen in Deutschland findet es erfreulich, dass der Wolf wieder in Deutschland lebt als natürlicher Bestandteil der Natur, genauso wie Rehe, Füchse etc. etc. .....und in Bayern sprechen sich sogar 82% dafür aus (wochenblatt.de).....Ein Gruss an den ehemaligen Bundelandwirtschaftsminister Schmidt an dieser Stelle !

55% der Mitmenschen empfinden positive Gefühle beim Gedanken an Wölfe, 12% leider negative.
78% sagen, dass der Wolf auch dann in Deutschland wieder weiterleben soll/kann, wenn es einmal zu Problemen kommen sollte mit einzelnen "Problemtieren".

2015 hatte NABU schon eimal eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben mit fast identischem Ergebnis. Auch gibt es keine Abstimmungunterschiede zwischen der Stadt- und Landbevölkerung, wie oft gerne behauptet wird.

Bild


Einige Politiker, vor allem aber die Bauern- und Jagdlobby, malt gerne ein anderes Bild und versucht die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Zum Glück sind sie bisher damit nicht durchgekommen und lesen hoffentlich auch diese repräsentative Umfrage eines renomierten Unternehmens.

Leider steht im neune Koalitionsvertrag unserer Regierung auch, dass der Schutzstatus des Wolfes in Deutschland geändert werden soll. Dem Punkt hat aber die EU schon eine Absage erteilt.

Hier der Link dazu:

http://www.presseportal.de/pm/6347/3928649

Auch zu diesem Thema gibt es eine Petition bei Change.org ....auch dazu, dass die Jägerschaft fordert den Wolf als bejagbares Wild einzukategorisieren. Die Petition "Der Wolf gehört zu Deutschland" richtet sich an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Bundesministerium für Landwirtschaft, den Deutschen Jagsverband u. etliche mehr.

Jedenfalls haben sich die zuammenphantasierten Horror-Zukunfts-Märchen einiger Leute bzgl. des Wolfes in Deutschland bisher nicht bestätigt, obwohl sie uns ja als so sicher verkauft wurden.

47% der Befragten befürchten aber auch Risiken bei der Rückkehr des Wolfes, was ja niemand hier bestritten hat. Und 68% sprechen sich für eine Entnahme (Abschuss) von wirklichen, echten "Problemwölfen" aus.

LG Feuerwolf mit rennendem Renntier Fina
Zuletzt geändert am 27.04.2018 10:59 Uhr
tomstep
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+ 2
dann bleibt für mich zu hoffen, dass sich die fast schon positive Meinung der 79 % in Deutschland nicht spontan in Ablehnung ändert wenn sich "urplötzlich" ein, oder sogar mehrere Wolfsrudel direkt in der Nachbarschaft niederlassen und auch noch z.B. die eigenen (!) Kinder in einen Waldkindergarten o.ä. gehen. Dann würde das "Rotkäpchensyndrom" wieder zügig die Oberhand gewinnen.
Ich bin leider ziemlich sicher, dass das dann ruckzuck bei vielen Leuten passiert. Auch ohne einen konkreten Anlass
"Wäre doch nur ein Bruchteil der Schäferhundbesitzer so klug wie ihre Tiere."
(Stefan Wittlin, schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut)
Feuerwolf
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Hier noch ein paar Inhalte der repräsentativen Umfrage, insbesondere was das Spazierengehen im Wald etc. angeht:

Nur 30% der Befragten gaben an, dass sie Angst hätten in einem Gebiet mit Wolfspopulation spazieren zu gehen.
Diese Zahl ist gegenüber 2015 gleich geblieben, obwohl es in der Zwischenzeit "urplötzlich" mehr auftauchende Wölfe u./o. mehr Wolfsrudel gegeben hat, ebenso wie es weiterhin Waldkindergärten gibt/gab in Deutschland und auch in der Nähe von denselben. Ich persönlich denke außerdem, dass er keinen großen Unterschied macht, ob ein "urplötzliches" Auftauchen gibt oder ein langsames, schleichendes. Sicherlich gibt es ein Überraschungsmoment, das dürfte aber normalerweise immer nur von kurzer Dauer sein.
M.m.n. ist das Rotkäppchensyndrom wegen der erfolgten großen Aufklärung über den Wolf und Verhaltensweisen ihm gegenüber nicht weiter angestiegen. Sicherlich wird es immer Leute mit s.g. Angstsyndromen geben, zu dem auch das Rotkäppchensyndrom gehört (Wie es ja schon der Name aussagt. Ein Syndrom ist die Ansammlung verschiedener pathologischer Symptome, die nichts mit einer "normalen" Verhaltens- o. Gefühlsweise zu tun haben laut medizinischer/psychologischer Definition). Respekt dem Wolf gegenüber ist absolut geboten und sollte nicht mit Angst oder einem Syndrom verwechselt werden und/oder in einen Topf geschmissen werden.

Leicht gestiegen, von 70 auf 72%, ist die Anzahl derer, die meinen, dass die Risiken, die vom Wolf ausgehen können, in den Medien übertrieben dargestellt werden.

Ebenfalls nur 14% gaben an, dass der Wolf eine Bedrohung für Menschen in Deutschland darstelle und nur 12% erwarten einen wirtschaftlichen Nachteil durch den Wolf.

72% meinten außerdem, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden.

Auch haben die Befragten im Gegensatz zur Umfrage von 2015 mehr Interesse am Thema Wolf und informieren sich mehr, 81% aus den Medien, Natursendungen, Zoo und Tierparks, Naturverbänden Naturzeitschriften und Biologiebücher sind die häufigsten. Die Anzahl derjenigen, die gar keine Info`s haben hat sich von 4% 2015 auf 2% 2018 reduziert.

Grundsätzlich sind die Befragten auch der Meinung, dass Naturschutzverbände eine größere Problemlösungskompetenz bzgl. des Wolfes als Jagdverbände haben.

Hier der Link zur ganzen Forsa-Umfrage:

http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/forsa-umfrage_vom_nabu_-_w__lfe_in_deutschland_2018.pdf
Zuletzt geändert am 28.04.2018 12:06 Uhr
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