Vertrauen gut, Kontrolle besser?

Shibaherz
Beiträge: 21179
Ist das heute so, dass immer mehr Vertrauen verloren geht und immer mehr kontrolliert werden muss? Oder ist das alles reine Geschäftemacherei ?

Ich meine damit nicht nur die Kontrollen, zu denen der Staat verpflichtet ist und die ja bekanntlich oft genug ins Leere gehen.
Ein Beispiel: Ich kaufe in einem Aldi-Markt ein, lt. Kassenbeleg Uhrzeit = 13.06 h. Hatte vergessen, die Parkscheibe auf das Cockpit zu legen . Um 13:09 h brachte der Angestellte der Parkraumbewirtschaftungsfirma eine Forderung über 30 € an meiner Windschutzscheibe an.

Als ich mich telefonisch mit dieser Firma in Verbindung setzte, hieß es: „Schicken Sie uns Ihren Einkaufsbeleg. Wenn Sie bei Aldi eingekauft haben, brauchen Sie nichts zu bezahlen.“

Gesagt, getan

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Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 967
Die Schweinebacken wollen Knete machen. Ich fahre solche Läden nicht, an, die solche Abzocke nötig haben. Unser Lidl geraderüber hat den großen Parkplatz offen, der stellt sich nicht so saudämlich damit an. Und für Kunden sind immer noch genug Parkplätze da. Der Lidlparkplatz ist die Rettung, wenn wieder mal Sturm angesagt ist. Ehe meinem Auto ein großer Baum aufn Dassel fällt, parke ich bei Lidl, da stehen keine Bäume. Und keiner meckert blöde rum. Muß also möglich sein, sich nicht doof anzustellen.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9092
na ja, wie Du Shiba ja selbst schreibst, Parkraumbewirtschaftungsfirma , die Betonung liegt auf Bewirtschaftung, das ist ja deren Aufgabe.
Ein Grundstück für einen recht großen Parkplatz ist ja besonders in einer Großstadt (Berlin, Hamburg, München, u.s.w.) nicht gerade billig, auch außerhalb nicht und erstmal recht totes Kapital. Also versuchen die halt unbefugt parkende Leute abzuschrecken und/oder etwas Geld einzusacken um auch u.a. die Parkwächterfirma zu bezahlen.
Wenn es einen selbst trifft, ist das natürlich ärgerlich, aber wenn der ganze Parkplatz mit irgendwelchen Dauerparkern voll wäre und man mit seinem Einkauf zig "Kilometer" zu seinem eigenen Auto latschen müsste, dann wäre auch mit Sicherheit wieder das Geschrei groß
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Shibaherz
Beiträge: 21179
Tomstep, Du meintest Leute wie Benchen, nicht?

Es wird jedem Kunden 1 Std. kostenloses Parken zugestanden (mit Parkscheibe). Gut sichtbar wird jedem, der entweder sein Eintreffen nicht mit Parkscheibe dokumentiert oder das Zeitlimit überschreitet, eine Strafe von 30 € angedroht. Sind diese Sachverhalte bei der Kontrolle gegeben, werden vorbereitete Überweisungsformulare an der Windschutzscheibe angebracht.

Benchen, je näher zur Innenstadt hin, umso rigoroser das Vorgehen. Hier könntest Du nicht seelenruhig bei Lidl parken, wenn ein Sturmtief im Anzug ist.

Bei Aldi (früher: Kaisers) hier in der Nähe wird der Parkplatz nur von Kunden genutzt. Er liegt nicht in einem Einkaufszentrum, sondern zwischen Kfz-Werkstätten, ADAC usw. Die Leute aus dem dicht besiedelten Bismarckviertel hier fahren die 500-1000 m alle mit dem Auto.
Ich denke daher, dass diese Praxis das Ziel hat, die Kunden zu mehr Tempo anzuhalten! .





Kontraproduktiv dazu steht man an der Kasse bis zu 15 Min. an. Da sollten schleunigst SB-Automaten (Self-Checkout) her, bei denen der Kunde die gekauften Waren selbst einscannt, d. h. die Arbeit der Kassiererin übernimmt. Für Rentner und Behinderte bleibt dann noch aus Kulanz eine traditionelle Kasse geöffnet.

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weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 581
Auf den Parkplätzen die so bewirtschaftet werden, stehen Schilder, die darauf hinweisen, Wird oft im Fernsehen bemängelt, das viele Kunden der Läden ein Knöllchen bekommen, wenn sie vergessen die Parkscheibe ins Fenster zu legen. Es soll verhindert werden, das außer Kunden, die in dieser Zeit einkaufen, andere parken. Mir sind solche Schilder auch in der Kleinstadt aufgefallen, bisher habe ich (weil ich das übersehen habe) kein Knöllchen bezahlen müssen. Aber das ganze ist rechtens, weil jeder Eigentümer über sein Gelände frei verfügen kann. Es müssen aber Hinweise zu sehen sein....
Shibaherz
Beiträge: 21179
Hallo weckener, die Logik ist mir durchaus auch klar
Ich habe nicht geschrieben, dass das Vorgehen unrechtmäßig ist.
Sondern ich sehe hier eine Interessenkollision.
Die Discounter und Supermärkte müssen ja selbstverständlich Kundenparkplätze vorhalten. Gleichzeitig sehen sie sich in den Innenstadtbezirken mit ihrem Parkplatzmangel zunehmend dem Problem von „Fremdparkern“ (s. Benchen) konfrontiert.
Lidl hatte früher hier Parkplatzschranken, man musste Parkbons ziehen, die dann beim Einkauf rückvergütet wurden. Das wurde aufgegeben. Denn für jd., der dort unbefugt parkte, war es ein Leichtes, nach anderweitigen Erledigungen noch schnell bei Lidl ein paar Brötchen oder ein paar Flaschen Bier zu kaufen.

An dem, was mir passiert ist, fällt doch auf: Der Angestellte der Bewirtschaftungsfirma hat mir, ganz im Einklang mit den Abmachungen zwischen dieser Firma und Aldi, die Zahlungsaufforderung an die Windschutzscheibe geklebt. Bei meinem Anruf bei dieser Firma erhielt ich nichtsdestotrotz die Auskunft, dass ich nichts zu bezahlen brauche, wenn ich den Einkaufsbeleg einschicke.

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benchen
  • Begleithund
Beiträge: 967
Ich war schon immer der Meinung, daß es viel für sich hat, im Osten von Berlin, konkret am rechten Rand ( Marzahn ) zu wohnen. Da muß man sich nicht so quetschen wie in der großartigen Innenstadt. Möcht wissen , was die Leute an der nur finden. Sinnlos voll und dreckig.
Shibaherz
Beiträge: 21179
Huhu Benchen
Steglitz-Nord/Friedenau ist weder Innenstadt noch jwd (Für Nicht-Berliner: Janz weit draußen)
Einen schönen Tag noch.

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benchen
  • Begleithund
Beiträge: 967
So richtig schön Alt - Westberlin . Entsprechend eng bebaut, logisch zu Mauerzeiten. Da rannten ja alle wie die Idioten im Kreis immer an der Mauer lang, raus gabs nicht. Waren die Westberliner schlimmer eingemauert als die Ossis ? DDR war größer.
Shibaherz
Beiträge: 21179
Kleiner Knast, großer Knast?
Aber bitte nicht vergessen: Die sozialistischen Grenzsicherungsanlagen mit ihren Wachttürmen, Metallzäunen, Bodenminen und Selbstschussanlagen wiesen nach INNEN. Wohingegen die jungen Westberliner im Herbst 1989 ungehindert auf die Mauer klettern konnten - vorausgesetzt, sie waren dafür fit genug. Meine Tochter war damals auch dabei.

Westberliner konnten, im Unterschied zu DDR-Bürgern, jederzeit mit Pkw oder Flieger „eine Reise in den Süden … schick und fein“ (Conny Froboess) antreten. Und ihre Standfestigkeit wurde ihnen mit der Berlin-Zulage (8 % vom Brutto, steuerfrei, im Volksmund auch bekannt als „Zitterprämie“) versüßt.

Hier noch ein paar Bilder aus der „eng bebauten“ Gegend. Hier gibt es keine Wohnsilos wie in Lichtenberg, Marzahn oder auch Gropiusstadt oder dem Märkischen Viertel.




Neben dem Friedhof Steglitz, ganz in de Nähe




„Insulaner“, ehem. Trümmerberg, ganz in der Nähe




Teich am Lauenburger Pl., in unmittelbarer Nähe

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