Wie würden Sie entscheiden ?

Shibaherz
Beiträge: 21223
+ 3
Benchen, Deine Fragen in Deinem Beitrag vom 16. Okt. beziehen sich NICHT auf Fakten.
Warum von „geplantem Überfall“ faseln, wenn doch drei der fünf Männer ruhig seitlich vorbeigingen? Die beiden anderen verhielten sich allenfalls hochmütig. Eine ältere Frau und erst recht ein Hund stehen ihrer Meinung tief unter ihnen und haben ihnen nicht den Weg zu versperren.
Es handelt sich dabei um ein kulturell bedingtes Verhalten.

Ich habe im TV mal einen Film gesehen über einen afrikanischen Anthropologen, der die Einstellung der Deutschen Hunden gegenüber erforschte. Die war ihm von Haus aus vollständig fremd. Als er seinen afrikanischen Studenten zunächst nur Bilder von gepflegten Hunden in Deutschland zeigte, war das Echo positiv: Oh ja, so einen Hund hätten sie auch gern. Als der Forscher ihnen dann erklärte, dass diese Hunde in Deutschland mit ihren Familien in einem Haus/ in einer Wohnung zusammenleben würden, war die Begeisterung schnell dahin. An ihre Stelle traten Entsetzensschreie und Missbilligung.
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Goldschakal
  • Forenwelpe
Beiträge: 138
+ 3
Das wundert mich kein Bisschen weil für die ein Hund auch nur ein Nutztier ist.
Diese Menschen hinken der ökonomischen, der gesellschaftlichen, der wirtschaftlichen, der kulturellen Entwicklung ewig hinterher. Sie würden niemals mit Hunden in einem Raum schlafen, aber mit Ziegen schon.

Und die Wahrheit hat nichts mit Rassismus zu tun.
Hüte Dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1399
+ 2

Goldschakal

Es ist unerheblich, welche Hautfarbe die Männer hatten oder welchem Kulturkreis sie angehören, denn es ging nur um "der Hund beißt zur Verteidigung, und dafür bekommt die Halterin jetzt Ärger anstatt der/die Straftäter".
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Shibaherz
Beiträge: 21223
+ 1
Na wenn das so ist, dann braucht es ja auch nicht den Theaterdonner - auf beiden Seiten.

Im übrigen bin ich aber der Meinung, dass sich das Geschehen ohne Beachtung der kulturellen Differenz weder verstehen noch angemessen beurteilen lässt. Einen Hund in seiner Eigenart zu verstehen und ernstzunehmen gehört für mich zum Tierschutz und der Tierschutz gehört für mich - wie immer unvollkommen realisiert - zu unserem Rechtsstaat, den Immigranten natürlich wie jeder Einheimische auch zu respektieren haben.
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2072
+ 1
Immigraten haben ein anderes Rechtsverständnis und eine andere Kultur als wir Europäer. Sie bringen ihre Kultur mit und was bei uns Recht oder Unrecht ist, müssen sie vermutlich erst lernen, aber ob sie es annehmen ist fraglich.
WIR müssen auch erst lernen, die Menschen aus Asien und Afrika zu verstehen und zu akzeptieren und auch das ist fraglich.

Wir verhätscheln mehr oder weniger unsere Haustiere und betrachten sie oftmals als Familienmitglied, was von Menschen, die hungern und frieren und kein Dach über dem Kopf haben nicht verstanden wird.

Probleme, die die Hundehalterin jetzt bekommt, weil ihr Hund zugebissen hat, entsprechen der Rechtslage, aber ich hoffe, dass eine Notwehrsituation anerkannt wird.
Goldschakal
  • Forenwelpe
Beiträge: 138
+ 1
Original von Catalou:>> Immigraten haben ein anderes Rechtsverständnis und eine andere Kultur als wir Europäer. Sie bringen ihre Kultur mit und was bei uns Recht oder Unrecht ist, müssen sie vermutlich erst lernen, aber ob sie es annehmen ist fraglich.> WIR müssen auch erst lernen, die Menschen aus Asien und Afrika zu verstehen und zu akzeptieren und auch das ist fraglich.>> Wir verhätscheln mehr oder weniger unsere Haustiere und betrachten sie oftmals als Familienmitglied, was von Menschen, die hungern und frieren und kein Dach über dem Kopf haben nicht verstanden wird.>> Probleme, die die Hundehalterin jetzt bekommt, weil ihr Hund zugebissen hat, entsprechen der Rechtslage, aber ich hoffe, dass eine Notwehrsituation anerkannt wird.

Will nicht vom Thema abweichen, aber ich finde es traurig, dass oft auch in diesen Ländern die Tiere schlecht behandelt werden und das nicht immer nur aus Unwissen.
Habe das direkt vor Ort in Mauretanien gesehen - wie dort mit den Esel umgegangen wird ist echt unterirdisch.
Wo doch hier bei uns auch viele Menschen von Armut betroffen sind und deren Tiere der einzige Halt ist und nicht als Arbeitsgerät dient sondern einfach nur als treuer Freund...
Hüte Dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 982
Bis dato keine Reaktion von seiten der Gemeinde.
Was mich an dem Fall frustet - wer aufs Land zieht, will ruhiger leben als in der Millionenstadt. Kannste vergessen.
Und - wenn afrikanischen Männern afrikanische Sitten so viel bedeuten, warum bleiben sie nicht in Afrika ?
Shibaherz
Beiträge: 21223
@Catalou: Die 5 Männer hatten sicherlich ein Dach über dem Kopf und vermutlich hungerten und froren sie auch nicht.
Es geht in diesem Fall nicht um Verhätscheln von Haustieren, sondern um Übergriffigkeit ihnen gegenüber.
Aber, ich gebe Dir recht, unser Rechtssystem gewichtet die körperliche Unversehrtheit eines Menschen deutlich höher als den Schutz des Hausgenossen Hund – der seinen Instinkten ja nicht ausweichen kann - vor dummer, übergriffiger Provokation.
Die Halterin hatte an sich ja Vorsorge getroffen.

@Goldschakal: Gebe Dir recht, Armut entschuldigt nicht ausbeuterisches und und brutales Verhalten gegenüber Nutztieren, zumal dann, wenn man auf sie existenziell angewiesen ist

@benchen: Trage mich auch mit dem Gedanken, meinen Lebensabend auf dem Land zu verbringen. Dann allerdings nicht alleinlebend, sondern in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter.

Warum die nicht in Afrika bleiben? Ganz einfach: Weil es zu viele sind. Es gibt zu wenig Jobs. Ein Vater dort, der 10 Kinder in die Welt setzt, erwartet, dass zumindest ein männlicher Nachkomme es nach Europa schafft und die Familie versorgt – egal wie.
In diesem Zus.hang ist das Statement der „Friday-for-Future“-Aktivistin Luisa Neubauer (Markus Lanz) aufschlussreich: Sie hat Verständnis für die Ängste junger deutscher Frauen, angesichts der Klimakrise noch Kinder in die Welt zu setzen.


GEGEN OPTIMIERUNGSWAHN, EGOISMUS UND NATIONALISMUS! FÜR EINE BESCHEIDENERE UND NACHHALTIGE LEBENSFÜHRUNG, GEGEN INTERNET-GIGANTEN!
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2072
+ 2
Stimmt, diese 5 Männer haben wohl ein Dach über den Kopf und wenn sie eine Anzeige gegen die Hundehalterin machen konnten, hatten sie vermutlich bereits einen Asylantrag gestellt und womöglich auch Asyl erhalten.
Ich meinte auch nicht diese Personen, sondern die Menschen, die vor dem Krieg flohen. Die Bilder, die man im TV von den Flüchtlingslagern sieht, zeigen schreckliche Zustände. Ich denke, dass es in Kriegsgebieten gar keine Jobs gibt und wir es uns zu leicht machen, wenn wir flockig locker meinen, dass sie zuhause bleiben und ihr kaputtes Land wieder aufbauen sollen.
Sie leben auf einem Haufen Schutt und ihre Kinder kennen kein Leben ohne Krieg.

Würde ich in einer schwach belebten Gegend einer Gruppe Männer - egal welcher Hautfarbe - begegnen, würde ich großräumig ausweichen und wenn das nicht möglich wäre, meinen Hund zur Hilfe auffordern. Das geht aber auch nicht mit jedem Hund, denn meine Bella zB hätte sich hinter mich gestellt und gehofft, dass ich die Sache regle.
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2072
+ 1
Also - liebe Leute - ICH entscheide mich, hier in diesem Forum nix mehr zu schreiben
Hat ja keine Sinn - und darum liebes Forum - Ciao und lasst es eich gut gehen



Weiterhin viel Spaß und ein schönes Leben
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Samy12
Samy12Online seit
39 Minuten